Zahnarztangst - eine Erkrankung, die Sie nicht beeinflussen können


Dr. Leventic | Dezember 13, 2010 | Zahnarztangst

Können Sie sich noch an Ihren ersten Zahnarztbesuch erinnern? Möglicherweise war Ihre erste Erfahrung ein unschönes Erlebnis für Sie, oder Sie litten während einer Behandlung unter starken Schmerzen und haben sich gesagt, sich nie wieder auf einen Zahnarztstuhl zu setzen.

Bei vielen Patienten führen solche negativen Erfahrungen leider dazu, dass sie jahrelang den Zahnarzt nicht mehr aufsuchen. Dabei haben sie meist den Willen, ihre Zähne behandeln zu lassen, aber die körperlichen und seelischen Symptome der Zahnarztangst oder -panik sind so stark, dass sie einen Besuch nicht schaffen. Man schätzt den Anteil der Zahnarztangstpatienten auf 10 Prozent der Bevölkerung! Die Folge der Zahnarztangst bzw. das Meiden eines Zahnarztes führt dazu, dass langfristig der Zustand der Zähne immer schlechter wird!

Angstpatienten kann mit einer ambulanten Narkose geholfen werden. Heutzutage gibt es zwei Formen von Narkosen, welche in auserwählten Zahnarztpraxen angeboten werden:

Die eine ist die Sedierung/Dämmerschlaf beim Zahnarzt. Dabei befindet sich der Patient in einem wachen Zustand, jedoch ist man wegen der verabreichten Medikamente in einem entspannten und ruhigen Zustand. Diese Methode eignet sich sehr gut für kurze Eingriffe.

Die zweite Alternative für Betroffene mit Zahnarztangst ist die Vollnarkose. Neue Narkosemittel sorgen hierbei für eine gute Verträglichkeit und geringe Nebenwirkungen. Durch die moderne Ausstattung und sehr gut ausgebildete Fachärzte und Anästhesieärzte, kann eine Behandlung in Narkose problemlos mehrere Stunden betragen. Somit können aufwendige Behandlungen in der Zahnarztpraxis in nur wenigen Sitzungen abgeschlossen werden.

Ziel ist es, den Patienten auf diese Art und Weise, den normalen Zahnarztbesuch wieder etwas näher zu bringen, und sie letztendlich von der Angst zu befreien!

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2 Antworten zu “Zahnarztangst - eine Erkrankung, die Sie nicht beeinflussen können”

  1. Rudi sagt:

    Wie umgeht man dieses Problem ?
    Alleine der Gedanke zum Zahnarzt zu müssen ruft bei mir panische Schweissausbrüche hervor.

  2. hallo rudi,
    es ist sicher der grösste und schwerste erste Schritt für Sie, einen Termin (nur!!) für ein Beratungsgespräch zu vereinbaren, wo definitiv nur untersucht wird und ggf. ein Röntgenbild erstellt wird. Sie können sich dann ein persönliches Bild von Ihrem möglichen späteren Behandler machen; diese Vertrauensbildungsphase ist ganz wichtig, denn: Vertrauen kann man nicht erwerben,Vertauen bekommt man geschenkt!

    Wenn dann die nötigen Befunde erstellt sind, kann eine zeitliche und finanzielle Planung erfolgen. Generell kann man feststellen, dass die gesetzlichen Kassen die Kosten beispielweise für eine Vollnarkose nicht erstatten (häüfig auch die Privatkassen nicht!). Den finanziellen Aufwand berechnen die Anästhesisten mit ca. 300 Euro pro angefangener Stunde.

    Die wichtigste Botschaft ist jedoch: Suchen Sie sich einen Behandler Ihres Vertrauens, denn “Umgehen des Problems lässt Ihre Zähne nicht besser werden! Sie werden sehen: Nach dem ersten Schritt (Beratung) werden Sie alle weiteren Schritte immer leichter empfinden. MfG Dr. Litter, MSc MSc

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